Thursday, 21 Jan 2010
Vielleicht ist Unwissen leichter zu akzeptieren, wenn man unerfahren ist und sich dessen bewusst. Vielleicht widerspricht der bloße Zweifel an vermeintlichen Tatsachen immer mehr der Erfahrung, etwas herausgefunden zu haben, wenn man älter wird.
Vielleicht hat die Jugend des einundzwanzigsten Jahrhunderts es da leichter. Wir, die wir mit Wandel aufgewachsen sind, denen uns eine Welt, in der Berufe und Wohnorte von Generation zu Generation weitergegeben werden, völlig abstrus erscheint. Aber spätestens beim Gedanken “Das ist doch so!” sollten wir zu zweifeln beginnen. Spätestens, wenn man sein Realitätsmodell nicht mehr anders als aus ihm selbst heraus rechtfertigen kann, spätestens, wenn man keine besseren Begründungen findet als das zu Begründende selbst.


January 25th, 2010 at 8:07 pm
Der Text gefällt mir.
“Das ist einfach so!” sagt mein Mathematikprofessor wenn er keine Zeit für eine Herleitung hat.
Ich glaube das die Jugend von heute (ja und ich zähle mich mit 21 immer noch dazu) wesentlich toleranter, flexibler und offener ist als die Generationen vor uns.