Posted on Thursday 21 January 2010
Vielleicht ist Unwissen leichter zu akzeptieren, wenn man unerfahren ist und sich dessen bewusst. Vielleicht widerspricht der bloße Zweifel an vermeintlichen Tatsachen immer mehr der Erfahrung, etwas herausgefunden zu haben, wenn man älter wird.
Vielleicht hat die Jugend des einundzwanzigsten Jahrhunderts es da leichter. Wir, die wir mit Wandel aufgewachsen sind, denen uns eine Welt, in der Berufe und Wohnorte von Generation zu Generation weitergegeben werden, völlig abstrus erscheint. Aber spätestens beim Gedanken “Das ist doch so!” sollten wir zu zweifeln beginnen. Spätestens, wenn man sein Realitätsmodell nicht mehr anders als aus ihm selbst heraus rechtfertigen kann, spätestens, wenn man keine besseren Begründungen findet als das zu Begründende selbst.

