Everybody’s gotta learn sometime

Posted on Tuesday 22 July 2008

Change your heart. Look around you.

Alex @ 1:39 am
Filed under: Leben and Menschen
Answers

Posted on Wednesday 16 July 2008

Alex @ 12:57 am
Filed under: Leben and Menschen
Das Lichtgeschwindigkeitsexperiment

Posted on Saturday 12 July 2008

Noch nie habe ich die Leute verstanden, die mit einem Jetlag von 1-2 Stunden Probleme hatten. Die Bedeutung des Begriffs “morgens” schwankte bei mir zwischen Schulzeit und Ferien stets um rund 5-8 Stunden.

Wem das bekannt vorkommt, der kennt mit Sicherheit auch das Problem, sich nach einer Phase exzessiver Freiheit bezüglich der Schlafeinteilung wieder gesellschaftlich (also auch von Arbeitgebern und Supermärkten) akzeptierte Schlafensgewohnheiten anzueignen. Es scheint viel einfacher zu sein, länger wach zu bleiben als einige Stunden früher aufzustehen - von dem Gedanken, bedeutend früher ins Bett zu gehen, wenn man noch gar nicht müde ist, ganz zu schweigen.

Daher hatte ich nun die Idee, sofern meine innere Uhr mal wieder abdriftet, bei der nächsten Gelegenheit meinen Tag einfach zu verlängern. Einen regelmäßigen Schlaf-Wachsein-Zyklus von (24+x) Stunden würde ich sicher einhalten können (um tägliche Müdigkeit zu garantieren, muss x eben groß genug sein) und wenn ich bei einer einigermaßen akzeptablen Aufstehzeit angelangt bin, kann ich den Tag ja wieder komprimieren.

Die Vorteile eines solchen Verfahrens sind hauptsächlich:

  • Man kann innerhalb einer Woche wieder vor 3 Uhr nachts schlafen.
  • Es ist die - wenn man nicht darüber nachdenkt, in entfernte Gegenden auszuwandern und nie zurückzukehren - absolut einzige Methode, sein Leben um eine Nacht zu verkürzen.

Aus gegebenem Anlass habe ich heute kurzfristig beschlossen, damit zu beginnen. x beträgt 3 Stunden und der Plan für die nächste Woche sieht folgendermaßen aus:

Tag Aufstehen Schlafengehen
Donnerstag 03:00
Freitag 13:00 06:00
Samstag 16:00 09:00
Sonntag 19:00 12:00
Montag 22:00 15:00
Dienstag 1:00 18:00
Mittwoch 4:00 21:00
Donnerstag 7:00 24:00
Freitag 10:00

Im Moment ist es 4:52 und ich bin erstaunlicherweise tatsächlich etwas müde.

Ziemlich unterhaltsam wird der Versuch aber eigentlich erst, wenn man Anwendungsbeispiele für ihn findet. Hierzu siehe den gestrigen xkcd-Comic:

(Quelle: xkcd)

Somit reist man also mit einer Schlafenszeitverschiebung um 3h/Tag um die Welt. Da man innerhalb von 8 Tagen die Erdkugel umrundet, legt man pro Tag eine Strecke von rund 5000 km zurück.

Da die Dauer meines “Tages” für jeden Beobachter, der sich außerhalb des Schlafexperimentes befindet, mehr als 24h beträgt, kann man das Experiment als eine Bewegung zweier Systeme relativ zueinander betrachten. Der Experimentierende, der sich im Inneren eines bewegten Systems befindet, wird hierbei bei hinreichend großen Geschwindigkeiten Zeitspannen als kürzer empfinden als alle anderen, die sich nicht bewegen. Um eine Zeitdilatation um den Faktor 9/8 zu erreichen, ist nach der Relativitätstheorie eine Bewegungsgeschwindigkeit von rund 0,46c nötig.

Im Moment rase ich also mit einer Geschwindigkeit von rund 137900000 m/s von Peru nach Alaska - und blogge dabei auch noch. Da ist es doch verzeihlich, müde zu werden. ;)

Alex @ 5:29 am
Filed under: Alltagswahn and Lösungsstrategien
Wusst ich’s doch!

Posted on Saturday 12 July 2008

In einer verzwickten Situation steckt derjenige, der im Nachhinein noch immer der Meinung ist, im Recht zu sein, während der andere derselben Meinung in Bezug auf sich selbst ist. Ganz besonders schlimm für das Gewissen wird es, wenn die aktuelle Situation ganz anders (und zwar zweifellos viel besser) aussehen würde, wenn dieses verflixte Gegenüber damals eingesehen hätte, dass ich Recht hatte.

Falls ihr (oder ein Mensch aus eurer näheren Umgebung) Gefahr lauft, in Wir-hätten-diese-Probleme-gar-nicht- wenn-damals-doch-…-Stimmung zu verfallen, schaut ein bisschen “Zurück in die Zukunft”. Besonders empfehlenswert ist hierbei Teil 2.
Es ist völlig unmöglich, aus einer Gegenwart in eine alternative Gegenwart zu springen, selbst wenn diese aus einem Zeitpunkt in der Vergangenheit heraus erreichbar gewesen wäre. Wenn man nicht an Multiversen glaubt, besteht auch keinerlei Verbindung zwischen den verschiedenen Gegenwartsszenarien. Mit anderen Worten: Ist eine Entscheidung erst getroffen, lässt sie sich nur nicht wieder rückgängig machen. Es lässt sich auch gar nicht bestimmen, was passiert wäre, wenn man sich anders entschieden hätte.

Wenige Überlegungen auf der Welt sind sinnloser als “Was wäre passiert, wenn…?” und wenige Kommentare weniger hilfreich als “Hab ich’s doch gewusst! Ihr hättet doch bloß auf mich hören müssen.” Wenn ihr euch schon kein Gehör verschafft habt, dann haltet wenigstens auch im Nachhinein den Mund.

Alex @ 4:06 am
Filed under: Alltagswahn and Gegenwart and Zukunft
New Math

Posted on Thursday 10 July 2008

Die moderne Wissenschaft hat das Ziel, diejenigen Grundsätze, auf denen unsere Welt beruht, herauszufinden. Aus der Verwendung des Wortes “herausfinden” geht bereits die Ansicht hervor, dass es diese Grundsätze gibt und dass man lediglich die (gegebenenfalls eben elektronisch erweiterten) Augen öffnen muss.

Aber was, wenn es gar keine objektiven Tatsachen gibt? Wenn die Welt nicht streng festgelegten Mustern folgt, sondern sich dynamisch weiterentwickelt? Wenn alle physikalischen Gesetze eigentlich nur zufällig entstandene Regelmäßigkeiten sind, die auch nur innerhalb unserer Galaxis gelten? Das ist extrem unwahrscheinlich - aber mit Wahrscheinlichkeiten können wir nicht argumentieren, wenn wir uns fragen, ob unsere Mathematik Realitätsbezug hat.

Außerhalb der Mathematik ist jede objektive Tatsache heutzutage eigentlich eine Kombination aus einer These und einer genügend großen Menschenanzahl, die sie nicht hinterfragt. Das macht sie nicht unbedingt besser.

Alex @ 12:24 am
Filed under: Alltagswahn and Illusion and Universum