Monday, 9 Jun 2008

Wir mögen wissen, wo wir ankommen wollen. Wir können uns noch so sicher sein, was das Ziel ist – oft sehen wir dennoch nicht, in welcher Richtung es sich befindet. Eine Irrfahrt zwischen dem Abstrakten und dem Konkreten. Es bleibt ungewiss, ob wir das Richtige tun, ungewiss, ob es anders nicht besser gewesen wäre und ob es jemals anders sein wird. Ein Dahintreiben mit vernebeltem Blick, hinein in übereilte und überdachte Entscheidungen und Ereignisse, begleitet von der nicht erfüllbaren Sehnsucht, endlich anzukommen - es sei denn, wir wollten es wirklich, und dann wären wir doch längst da.


June 9th, 2008 at 10:46 pm
Oh man, was ist das eigentlich gerade für eine Zeit?
*seufz*
Der Eintrag hätte von mir sein können….!!
June 9th, 2008 at 11:40 pm
Refactorieren und dem Vergessen entgegenarbeiten. Wachsen geht von selber.
June 13th, 2008 at 11:29 pm
Eine Manchmal-Alternative: Nie ankommen wollen, Sehnsucht schätzen lernen und nur darauf achten, dass die Richtung sich stets richtig anfühlt.
June 15th, 2008 at 12:22 pm
“Ach”, sagte die Maus, “die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war gluecklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.”-”Du musst nur die Laufrichtung aendern”, sagte die Katze und fraß sie.
Kafka, “Kleine Fabel”